Ober- oder Untergärig - Die Hefe macht den Unterschied
Eine häufig gestellte Frage. Der Unterschied liegt in der verwendeten Hefe und äußert sich während des Gärprozesses und der anschließenden Filtration.
Obergärige Hefe ist die ursprünglichere Variante des Bierbrauens. Sie benötigt eine höhere Temperatur für den Gärprozess (ca. 15-20 °C) und bildet bei Abschluß des Gärprozesses Kolonien, die oben auf dem Jungbier schwimmen.
Zur Filtration (falls erwünscht) wird die Hefe oben abgeschöpft und ihrer weiteren Verwendung zugeführt (Futtermittel o.ä.).
Typische Obergärige Biere sind neben dem Weizen Kölsch, Alt, Berliner Weisse oder auch das englische Ale.
Untergärige Hefe verrichtet ihr Werk bei deutlich geringern Temperaturen (4-9 °C) und sinkt nach der Fermentationnach unten. Der Vorteil der geringeren Gärtemperatur liegt im geringeren Aufkommen von unerwünschten Pilzen und Mikroben, was eine längere Haltbarkeit des Bieres bewirkt. Im großen Maßstab und ganzjährig kann untergäriges Bier natürlich erst seit Erfindung der Kältemaschine gebraut werden.
Typische untergärige Biere sind Pils, Export, Lager, Zwickel und Bock.
